Pädagogik ist ein Labyrinth, kein Irrgarten. Wir nehmen viele Wendungen in Kauf, weil sie für uns wichtig sind. Als ich vor mehr als 30 Jahren meine erste Stelle als Lehrerin annahm, war nicht einmal im Ansatz abzusehen, dass mich mein Weg über eine Montessori-Ausbildung, zwei Universitätsstudien und viele weitere Schritte an die pädagogische Hochschule und schließlich zu meiner neuen Aufgabe als Schulleiterin führen würde.
„Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre. Jeder meiner Schritte war angestoßen von den Erfahrungen, die ich mit Kindern, ihren Bedürfnissen und dem in ihnen ruhenden Potenzial machte. Und sie wurden unterstützt durch viele Begegnungen mit Menschen, die ein kleines oder ein langes Stück des Weges mit mir gegangen sind oder noch immer gehen. Auch in meiner neuen Aufgabe freue ich mich auf ein solches Miteinander. Jedes Kind hat in seiner Individualität das Recht darauf, dass wir unsere gemeinsame Kompetenz, Kreativität und Offenheit zur Entwicklung einer positiven Lebensperspektive einsetzen.