Klassen

Sozialkompetenz-Klassen (SOKO)

Der Schwerpunkt der Förderung für Schüler*innen der SOKO-Klassen an der Landessonderschule (LSS) Hinterbrühl liegt im Bereich der sozialen Kompetenz. Unter sozialer Kompetenz verstehen wir den kontrollierten Umgang mit eigenen Emotionen unter Einbeziehung der Sichtweise und Gefühle anderer an der Situation beteiligten Personen (Schulung der Empathie und des Perspektivenwechsels). Gelingender Umgang mit eigenen Gefühlen zeichnet sich durch eine situationsangemessene, souveräne Steuerung von Emotionen in unterschiedlichen Alltagssituationen aus. Förderziel ist, durch vielfältige Übungen im geschützten Rahmen der Kleingruppe und durch Visualisierung von Handlungsoptionen den bewussten Umgang mit Emotionen zu entwickeln, was zu differenzierten und sozial kooperativen Verhaltensweisen führen soll. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist das Erlernen von Frustrationstoleranz und Kooperationsbereitschaft als Grundlage sozialer Kompetenz. Dies setzt Vertrauen in Beziehungen und ausreichend Zeit für Beziehungsförderung voraus. An der LSS Hinterbrühl werden daher alle SOKO-Klassen im Team (2 Pädagog*innen) unterrichtet. Weiters stehen auch Sozialpädagog*innen und Schulassistenten für individuelle Angebote zur Verfügung.

Mosaik - Klassen (M)

In M-Klassen werden Schüler*innen unterschiedlicher kognitiver Leistungsniveaus (ASO, EFB, basale Förderung) individuell gefördert.
Schwerpunkte sind: Lebenspraktische Übungen wie: Kochen, Lehrausgänge in die nähere Umgebung, Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln, viel Bewegung und musische Einheiten.
In den höheren Schulstufen gilt ein vermehrter Blick auf das Berufsleben mit viel lebenspraktischem Unterricht, wie Werken, Ernährung und Haushalt, Besuch von Nachfolgeeinrichtungen (Lebenshilfe, Werkstätten,...).

R-Klassen (Heilstättenklassen)

Im Zentrum der Arbeit in den R-Klassen steht die Stärkung der psychischen Gesundheit der Schüler*innen. Wir verstehen Resilienz als jene Kraft, „mit der man es vom Boden wieder auf die Beine schafft“ (Ronald Lengyel). Wir unterrichten Kinder und Jugendliche der 1. – 9. Schulstufe, die in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landesklinikums Baden-Mödling (KJPP Hinterbrühl) betreut werden. Aufgaben und Ziele der Heilstättenklassen sind eine den individuellen Möglichkeiten der Kinder und Jugendlichen entsprechende schulische Betreuung und Vorbereitung auf die Rückführung in die Stammschule. Eine Klasse (EK-Klasse) befindet sich direkt im Gebäude der KJPP, drei weitere im Schulgebäude.

Brückenklasse

In dieser Klasse werden diejenigen Kinder unterrichtet, die in der Brücke Hinterbrühl (Krisenzentrum des SBZ Hinterbrühl) untergebracht sind.
Der Zeitraum ihres Aufenthalts beträgt durchschnittlich 6 bis 12 Wochen, in manchen Fällen auch bis zu 6 Monaten.

Wir nehmen Kontakt zu den jeweiligen Schulen auf und versuchen jene SchülerInnen, die trotz großer seelischer Belastungen Leistungen erbringen können, zu fördern und zu unterstützen, damit sie den Anschluss an ihre Stammschule nicht verlieren. Jenen Kindern und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Situation weniger belastbar sind, versuchen wir eine entspannte Atmosphäre zu bieten. Vermehrte Tätigkeiten im kreativen und lebenspraktischen Bereich sollen ihre Lebensfreude und ihr Selbstbewusstsein stärken. Da die SchülerInnen aufgrund ihres Altersunterschiedes oft sehr gegensätzliche Interessen und Bedürfnisse haben, versuchen wir mit unseren wöchentlichen Lehrausgängen Interesse für Kultur zu erwecken und gleichzeitig ein positives gemeinsames Erlebnis zu vermitteln.

Klasse für Kinder im Autismus-Spektrum

Die Schwerpunktklasse AS stellt für Schüler*innen im Autismus-Spektrum und kognitiven Defiziten ein Modell dar, das schulische Förderung, Entwicklungsförderung und Elternberatung auf Basis strukturierter Rahmenbedingungen und personeller Ressourcen miteinander verbindet. Der Unterricht in der Schwerpunktklasse AS erfolgt durch zwei Lehrkräfte mit sonderpädagogischem Lehramt und/oder mit einschlägiger autismusspezifischer Weiterbildung, und zwei Sozialpädagoginnen bzw. Pädagogen.

HILK

Die „Höhere Schule im Landesklinikum“ ist die Fortsetzung der Heilstättenschule für Schüler von allgemein bildenden höheren und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen der 9.- 13. Schulstufe. Der Unterricht findet disloziert, unter der Leitung von HR Mag. Rainer Ristl und der führenden Klassenlehrerin Dipl.-Päd. Kathrin Urban, statt. Die Zusammenarbeit mit den Schulen bzw. die Reintegration der Schüler nach einem längeren Aufenthalt im Landesklinikum bzw. Heilpädagogischen Zentrum, übernimmt Dipl.-Päd. Selina Fischer in ihrer Funktion als Kooperationslehrerin.

Ziel der HILK ist es, Jugendlichen, während ihres Aufenthaltes im Landesklinikum, eine reibungslose Fortsetzung der schulischen Ausbildung zu ermöglichen. Der Unterricht erfolgt individuell und in Kleingruppen. Bundeslehrer, die die Qualifikation für den Unterricht an höheren Schulen erfüllen, arbeiten in engem Kontakt mit den Fachlehrern der jeweiligen Stammschulen. Leistungsfeststellungen werden in Absprache mit diesen in der HILK durchgeführt, die Leistungsbeurteilungen selbst obliegen ausschließlich den Fachlehrern der Stammschulen.